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2. November 2016

Die 5 Zeichen schlechter Werbetexte – und wie Du es besser machen kannst

Werbetexte

Kommunikation ist alles. Wer auf dem Markt präsent sein will, muss es auch in den Köpfen der Kunden sein. Aber wie kommt man da rein? Eins ist klar: Mit schlechten Werbetexten nicht. An welchen 5 Zeichen Du schlechte Werbetexte erkennst – und wie Du es besser machen kannst – erfährst Du in diesem Beitrag.

1. Zeichen: Klischees

So weiß wie Schnee, klein aber oho, endlich mal wieder das Tanzbein schwingen – es gibt Formulierungen, die haben wir alle schon 1000mal gehört. Mindestens. Deshalb langweilen uns diese Formulierungen tierisch. Und was passiert, wenn wir uns langweilen? Wir hören weg – auf etwas Interessanteres. Und dass Dir Deine Kunden nicht mehr zuhören, ist das komplette Gegenteil von dem, was Du eigentlich erreichen willst.

So machst Du es besser:

Wenn Du Deine Kunden bei der Stange halten willst, wenn Du ihre Aufmerksamkeit bekommen willst, dann nutze griffige, bildhafte und unverbrauchte Formulierungen. Überrasche sie mit ungewöhnlichen Vergleichen, finde originelle Metaphern, nutze verständliche, aber nicht allgegenwärtige Wörter.

2. Zeichen: Überflüssiges

Auf jeden von uns prasseln tagtäglich unzählige Werbebotschaften ein. Wir leiden unter einem regelrechten Werbungs-Overkill. Und wie sehen die meisten Werbetexte aus? Endlose Texte, ellenlange Sätze, massenhaft Füllwörter. So wirst Du in der Masse der Botschaften garantiert nicht wahrgenommen, sondern gehst gnadenlos in ihr unter.

So machst Du es besser:

Deine Kunden haben keine Zeit und oft auch keine Lust, überflüssige Texte zu lesen. Deshalb kürze Deine Werbetexte so weit wie möglich. Komm‘ zum Punkt, und das möglichst schnell. Streiche jedes überflüssige Wort, jede unnötige Formulierung. Vermeide verschachtelte Sätze und lange Wörter. Schreib‘ wirklich nur das, was unbedingt notwendig ist.

3. Zeichen: Mehrdeutigkeiten

Komm‘ in Deine Kraft, entdecke die Möglichkeiten, come in and find out – die Werbewelt ist voller Texte ohne konkreten Inhalt. Das mag vielleicht kreativ sein. Aber das Problem ist: Wenn Du mehrdeutig bist, also etwas schreibst, das entweder verschiedene Dinge bedeuten könnte oder auch gar nichts, dann langweilst Du damit Deine Leser. Oder machst sie misstrauisch.

So machst Du es besser:

Deine Kunden wollen keine vagen Wortspielereien. Sie wollen konkrete Details, die ein Bild in ihrem Kopf entstehen lassen. Deshalb werde eindeutig und beschreibe Dein Angebot sachlich und präzise. Das beste Argument für Dein Angebot ist nicht etwa das, was besonders blumig daherkommt. Sondern das, was die Vorzüge Deines Angebots leicht erkennbar macht.

4. Zeichen: Arroganz

Etwas Neues ist eine Innovation, eine schlichte Firmenfeier wird zum Business Happening und das gute, alte Wörterbuch heißt jetzt Terminologiedatenbank? Wenn Du Deine Kunden vergraulen willst, dann schreibe solche aufgeblasenen Formulierungen, die kein normaler Mensch freiwillig nutzt!

So machst Du es besser:

Wenn Du aber möchtest, dass Deine Werbetexte gerne gelesen werden, dann hör‘ auf, Deine Texte aufzuhübschen! Schreib‘ in allgemeinverständlichen Worten, nutze einfache Formulierungen, schreib‘ so, dass selbst ein Zehnjähriger Dich verstehen würde. Das hat nichts mit Tiefstapeln zu tun. Das ist einfach nur Rücksicht gegenüber Deinen Kunden.

5. Zeichen: Passivität

Die Deutschen drücken sich gern passiv aus und glauben, das klänge besonders freundlich: Es wird empfohlen, dies und das zu tun. Herr Müller wird zum Vorsitzenden ernannt. Gestern wurde die Satzung beschlossen.

Noch mehr Praxis-Tipps für Werbetexte:

So machst Du es besser:

Jeder Arzt rät seinen Patienten, aktiv und nicht passiv zu sein. Aktivität ist auch für Deine Werbetexte gesünder! Sie machen den Text leichter lesbar und überzeugender. Es macht etwas mehr Arbeit, aktive statt passive Texte zu schreiben. Aber der Erfolg, den Du damit bei Deinen Kunden hast, sollte es Dir wert sein!

Fazit

Wenn Du diesen 5 Zeichen schlechter Werbetexte den Kampf ansagst, wird Deine Marketing-Kommunikation ein gutes Stück überzeugender werden. Denn in einer Sache kannst Du Dir wirklich sicher sein: Deine Kunden werden sich nie die Zeit nehmen, unverständliche Texte verstehen zu wollen. Du musst sie mit Botschaften überzeugen, die sie leicht, schnell, geradezu intuitiv verstehen.

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