Bleib‘ einfach drin, in Deiner Komfortzone!

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Jeder von uns kennt den Ratschlag: Willst Du Erfolg im Marketing, dann verlasse Deine Komfortzone! Diesen Rat haben wir schon so oft gehört, dass wir ihn nicht mehr hinterfragen. Nein, stimmt nicht. Ich hinterfrage ihn jetzt!

Klar, auf den ersten Blick klingt der Rat plausibel: Wer immer in seinem eigenen Saft schmort und sich nicht weiterentwickelt, verpasst den Anschluss und macht zweitklassiges und veraltetes Marketing. Und weil man damit niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken kann, führt das Verharren in der gemütlichen Komfortzone nach dieser Logik garantiert nicht zum Erfolg.

Liegt der Erfolg im Marketing außerhalb der Komfortzone?

Um erfolgreich Marketing zu machen, so lautet die Schlussfolgerung, müsse ich also meine Komfortzone verlassen. Ganz schnell! Raus aus dem gewohnten Trott und rein in die Dinge, die ich noch nie getan hab‘, die mir Angst einjagen und die bisher so gar nicht auf meinem Plan standen. Dann werde ich schnurstracks zum Marketing-Überflieger.

Stimmt das wirklich? Was bedeutet es denn überhaupt, mich in meiner Komfortzone im Marketing zu bewegen? Warum ist es dort so schön kuschelig? Und was ist bitteschön schlecht an diesem wohligen Gefühl, dass ich es möglichst sofort gegen Unsicherheit, Aufregung und Stress tauschen soll? Wird mein Marketing wirklich so viel besser, wenn ich mich selbst unter Stress setze?

Meine Komfortzone ist der Bereich, in dem ich mich gut auskenne und etwas mache, was ich gut kann. Ich bin gut, weil ich diese Tätigkeit schon lange mache und weil sie mich interessiert. Jeder hat mindestens eine spezielle Komfortzone. Bei mir ist das – um mal ein alltägliches Beispiel zu nehmen – das Kochen. Ich koche schon viele Jahre, ich mache das gerne, ich weiß, wann etwas gar, aber noch nicht zerkocht ist, und welche Zutaten gut miteinander harmonieren. Inzwischen koche ich auch schwierige Gerichte mit exotischen Gewürzen.

Erfolgreich ohne Angst und Stress

Aber Grenzen überschreite ich dabei nicht. Ich suche mir beim Kochen keine Situationen, die mir Angst einjagen. Ich wüsste auch gar nicht, warum ich das tun sollte. Ich muss mich nicht mühsam zwingen, mich jeden Tag an den Herd zu stellen, sondern es entspannt mich. Wenn ich auf bestimmte Techniken wie die Molekularküche keine Lust habe, dann lasse ich es einfach. Sogar dann, wenn andere Köche behaupten, es wäre das Nonplusultra.

Beim Kochen bewege ich mich also absolut innerhalb meiner Komfortzone. Und trotzdem habe ich Erfolg: Meinen Gästen schmeckt es und sie wollen mehr. Wie geht denn das? Das geht, weil meine Komfortzone nicht zu zweitklassiger Leistung, fehlendem Ehrgeiz oder Lieblosigkeit führt. Sie verhindert keine Weiterentwicklung. Ich entwickle mich sehr wohl weiter. Aber ohne mich dabei unter Stress und Angst zu setzen. Ich tue es, weil ich es will.

Die Komfortzone zu verlassen ist keine Garantie für Erfolg im Marketing. Und es ist auch keine Pflicht. Sondern es kann helfen, bestimmte Ziele zu erreichen. Und Du allein entscheidest, welche Ziele Dir wichtig sind.

Deine Komfortzone im Marketing zu verlassen kann helfen, folgende Ziele zu erreichen:

  • Du erweiterst Deinen Horizont, weil Du neue Dinge ausprobierst.
  • Du erhöhst Dein Selbstbewusstsein, weil Du Dinge tust, die Du Dir vorher nicht zugetraut hast.
  • Du brichst eingefahrene Glaubenssätze sowie Denk- und Handlungsmuster auf, weil Du Dich selbst in einem anderen Licht siehst.
  • Du wirst von Deinen Kunden als mutig, experimentierfreudig und neugierig wahrgenommen, weil Du etwas anders machst als sonst.

Aber Deine Komfortzone im Marketing zu verlassen wird nicht zwangsläufig bei diesen Zielen helfen:

  • Dass Du als Experte wahrgenommen wirst. Denn wenn Du unsicher bist, spüren das auch Deine Kunden.
  • Dass Du authentisch wirkst. Denn wenn Du etwas machst, das nicht „Deins“ ist und womit Du Dich nicht wohl fühlst, ruhst Du auch nicht in Dir selbst.
  • Dass Du kompetent wirkst. Denn Stress setzt Dich unter Druck und lässt Dich angespannt statt kompetent wirken.
  • Dass Du Vertrauen bei Deinen Kunden aufbaust. Denn wenn Du nicht eindeutig klar machst, wo Du stehst, kann auch kein Vertrauen entstehen.
  • Dass Du überzeugend wirkst. Denn wenn Du selbst noch auf der Suche bist, von was willst Du dann andere überzeugen?

Was gut ist, fühlt sich auch gut an

Wenn Du als Solo-Unternehmer ein erfolgreiches Marketing machen willst, geht es in erster Linie darum, Deinen Weg im Marketing zu finden. Welcher das ist, das zeigt Dir Dein Gefühl. Vertrau‘ Deinem Gefühl: Deine Komfortzone fühlt sich deshalb gut an, weil sie gut für Dich ist. Denn sie bietet Dir das Umfeld, um auf leichte Weise stark und einzigartig zu sein. In ihr bist Du in Deiner vollen Kraft. In ihr kannst Du in den Flow kommen. In ihr kommen Deine einzigartigen Talente zur vollen Geltung. Deshalb bleib‘ ruhig in Deiner Komfortzone und lass‘ Dich auf sie ein! Deinem Marketing wird das gut tun. Und Dir auch 😉 !

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Jana Schulz

Jana Schulz

Ich finde, Frauen sollten sich nicht zwischen Zeit für die Familie und beruflicher Unabhängigkeit entscheiden müssen. Sie sollten beides haben! Deshalb unterstütze ich selbständige Mütter, am eigenen Rechner Webseiten und Drucksachen zu erstellen, die Kunden bringen für ein Business, das zum Familienleben passt.

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10 Kommentare zu „Bleib‘ einfach drin, in Deiner Komfortzone!“

    1. Ja, wenn sich das Umfeld ändert, dann müssen wir uns oft mit ändern. Das stimmt, Silke! Aber ich denke, dass selbst eine solche Änderung dann am erfolgreichsten ist, wenn wir uns in unserer persönlichen Kraft befinden. Und nicht, wenn Stress und Angst uns beherrschen.

  1. Ich denke, manchmal muss man neue Wege gehen, um weiterzukommen. Und das kann sich dann auch schon mal ziemlich aufregend oder sogar unwohl anfühlen. Aber man muss bereit sein für die Veränderung, es muss sich immer noch richtig für mich anfühlen. Sich zu früh zu strecken und sich zuviel zuzumuten, bringt nichts, da stimme ich dir zu.

    1. So sehe ich es auch, Angelika. Sich in der Komfortzone zu befinden, hat ja nichts damit zu tun, träge zu sein und seine Grenzen nicht auszuweiten. Es bedeutet lediglich, die Veränderung zu WOLLEN und sich nicht unter Stress und Angst dazu zu zwingen.

  2. Meine Erfahrung ist auch, dass ich meine Komfortzone stets verlassen musste (zumindestens ein Stücke weit), wann immer ich erreicht habe. Trotzdem hat mich der Titel hier „Bleib‘ einfach drin, in Deiner Komfortzone!“ sofort angezogen. Ich denke, es geht darum, dass man (egal ob beruflich oder privat) das tut/ bei dem bleibt für sich, was für einen STIMMIG ist.

    1. So ist es, Kira! Es geht darum, sich selber treu zu bleiben und sich nicht zu verbiegen. Es freut mich, dass der Titel Dich angesprochen hat. Offenbar hat er eine Sehnsucht in Dir angesprochen 😉

  3. Danke für den Gedankenstupser.
    Ein bisschen was neues ausprobieren und aus der Komfortzone gehen hilft bestimmt, aber in der Komfortzone bleiben auch. Und das wurde mir gerade durch deinen Artikel so richtig klar. Danke!

    Lieben Gruß | Barbara

  4. Vielen Dank für diesen Hinweis, Jana.

    Denn ich möchte nicht nur als Fachfrau wahrgenommen werden, sondern auch genau die Menschen als Kunden haben, die zu mir passen. Und mit denen sich das arbeiten leicht anfühlt. Aber diese Interessenten finde ich natürlich nur, wenn ich mich auch so zeige, wie ich tatsächlich bin.

    Nur um das zu zeigen, dafür muss ich dann ein klitzekleines bisschen an den Rand meiner Komfortzone gehen. Aber das fühlt sich wesentlich angenehmer an, als ein Marketing zu betreiben, was mir nicht wirklich liegt.

    Liebe Grüße
    Katrin

    1. Danke für Deinen Kommentar, Katrin. Im Marketing eine Maske aufzusetzen, führt tatsächlich dazu, dass Du Kunden anziehst, die absolut nicht mit Dir auf einer Wellenlänge liegen. Und das will im Grunde niemand von uns, oder ;-)?

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